Von Clint Elliot, einem Juristen und Leiter des Christlichen Lehrerverbands in den USA (www.ceai.org) habe ich ein Buch-Manuskript erhalten, das die Kirchen aufruft, sich gegen die grassierenden Auswirkungen der Transgender-Ideologie in den USA auf die Beine zu machen. Ich denke, wir sollten diese Entwicklung wach- sam im Auge behalten.

Die Idee, dass es keine männliche oder weibliche Identität gibt, sondern dass man das das IST, wo- nach man sich FÜHLT, hat sich schon sehr weit durchgesetzt.

Im Schlepptau von „fortschrittlichen“ Schulen, welche „Transgender“-Regeln, -Lehrmittel und Fortbildungen organisiert haben, folgen bereits tausende von Schulen und erlauben es Jungs, die sich als Mädchen fühlen, die Mädchentoiletten zu benützen (und umgekehrt), bei den Mädchen zu duschen, und auf Schulausflügen bei den Mädchen zu schlafen – ohne dass diese oder deren Eltern im voraus informiert werden (denn auch das wäre diskriminierend!). Bemerkenswert ist, dass die neue Geschlechterrolle keiner medizinischnen Diagnosen oder Zeugnisse bedarf.

Die erste Ausgabe von National Geographic 2017 war gänzlich der „Gender Revolution“ gewidmet. Kinder wurden vorgestellt und zelebriert als „nonbinär / genderqueer / transboy / androgyn / bi-gender“, und den Eltern wurde empfohlen, diese Tatsachen nicht-wertend zur Kenntnis zu nehmen.

Eine Mutter schreibt: „Meine Tochter erklärt neuerdings, sie sei ein Junge. Es ist ein Albtraum. Es kam völ- lig überraschend, als sie 15 wurde. Sie hatte sich vorher nie als Junge gefühlt oder sich wie ein Junge ver- halten. Sie war stolz darauf, ein Mädchen zu sein – bis sie Teenager wurde und von den Jungs und Männern als ein Stück Fleisch und Mensch zweiter Klasse behandelt zu werden begann. Der Albtraum ist der, dass Ärzte und Therapeuten nicht fragen dürfen, warum sie jetzt ein Junge sein will. Der Trans-Kult diktiert, dass ihr Wort fraglos ernstgenommen werden muss, sonst kann der Arzt seine Lizenz verlieren. Darum sind sie bereit, ihr Testosteron zu spritzen und die Brüste zu entfernen, obwohl sie noch minderjährig ist.“ Mittlerweile formieren sich einige Eltern zum Widerstand.

In einer eben erst im August veröffentlichten Studie wurde untersucht, warum Eltern seit ein paar Jahren vermehrt über solche sogenannt „plötzliche Gender Dysphorie“ klagen. Von 256 korrekt ausgefüllten Fra- gebogern ergab sich folgendes Bild:

  • Das Durchschnittsalter betrug 16,4 Jahre
  • 62% der Teenager waren „bei Geburt Mädchen“
  • 62% hatten vorgängig eine Diagnose von psychischer Instabilität oder Krankheit
  • Bei 36.6% hatten sich mehrere oder alle in ihrer Peergroup als Transgender identifiziert.
  • 25% brachen ihre Kontakte zu Nicht-Transgendern ab
  • 49,4% isolierten sich danach von Ihren Familien
  • 46,6% glaubten nur noch Informationen, die von Transgender-Quelllen stammten.Zwei neuste Gerichtsurteile in dieser Sparte betrafen erstens einen jungen christlichen Lehrer, der sich weigerte, einen Schüler, der sich neuerdings als Mädchen ausgab, mit dem neuen Mädchennamen anzu- sprechen und überhaupt ihn als Mädchen zu behandeln. Er verlor seine Stelle. Zweitens wurde einem Be- stattungunternehmer, dessen Kundenberater sich in eine Frau „verwandelte“, verboten, diesem zu kündi- gen, obwohl er natürlich geltend machte, dass dies seinem Geschäft massiv schaden werde.Aber wie konnte es zu dieser Entwicklung kommen? – Einige Meilensteine:Schon 1940 experimentierte der Arzt Harry Benjamin mit Hormonen an transsexuellen Patienten. Daraus entstand eine Fachgesellschaft, die heute bekannt ist als „World Professional Association for Transgen- der Health“, welche eine Vielzahl von Konferenzen, Schulungen und Rechtsberatungen anbietet, um die Transgender Ideologie, Behandlungen und Operationen zu fördern. 2017 besuchten über 600 klinische und wissenschaftliche Experten die Konferenz in Los Angeles. Die Präsentationen umfassten unter anderem Geschlechtsumwandlungen bei Kindern, Pubertätsunterdrückung und Brustentfernungen bei Teenage Mäd- chen. Die Konferenz endete mit einem gesungenen Chorus „When I say trans, you say power, trans … power, trans … power“.Natürlich wird auch der Einfluss von Kinsey’s gefälschter Wissenschaft, von Simone de Beauvoir’s Credo „Man wird nicht als Frau geboren, sondern zur Frau gemacht“, und von Moneys betrügerischen Erfolgen mit Geschlechtsumwandlung – in den 1960er Jahren – erwähnt, die ich aber hier als bekannt voraussetze. Das American College of Pediatricians stellt fest: „Gender Fluidity ist keine wissenschaftliche Tatsache, sondern das Produkt der Ideologie von drei Forschern, die pädophil waren: Dr. Harry Benjamin, Dr. Alfred Kinsey und Dr. John Money.“

Auch die Rollle von Judith Butlers Buch „Gender Trouble: Feminism and the Subversion of Identity“ (1990) und von Planned Parenthood Federation werden diskutiert.

1971 wurde das „Title IX“ Gesetz eingeführt, um den Frauensport gleichermassen zu fördern wie den Män- nersport. Dieses an sich unverdächtige Gesetz wurde 1972 durch einen Zusatz erweitert, der jegliche Dis- kriminierung in der Schule aufgrund des Geschlechts verbot. Im Lauf der 2000er Jahre wurde dieser Title IX immer wieder zitiert, um die Gleichberechtigung auch von Transgender-Menschen durchzusetzen. Das gelang, weil man die Ideologie eines „Gender-Kontinuums“ eingeführt hatte. Diese wiederum basiert auf der Überzeugung, dass alle Normen eine Beschneidung der persönlichen Freiheit bedeuten und deshalb abgeschafft werden müssen.

Ein wichtiger, vielleicht alles entscheidender Meilenstein war der Fall „Price Waterhouse vs Hopkins“:1989 verklagte Ann Hopkins die Treuhand-Gesellschaft Price Waterhouse, weil sie glaubte, die Firma habe sie als Stellenbewerberin abgelehnt, weil sie sich nicht gekleidet und verhalten habe, wie dies von Frauen erwartet werde; PW konnte das Gegenteil nicht beweisen. Das US Bundesgericht entschied, dass sexu- elle Diskriminierung überall bestehe, wo Personen aufgrund ihres Geschlechts unterschiedlich be- handelt würden – einschliesslich aller Verhaltensformen, die aufgrund gesellschaftlicher Normen und Ste- reotypen erwartet werden. Damit war das Präjudiz geschaffen, dass „Gender Stereotyping“, also die Fest- legung von Geschlechternormen, als sexuelle Diskriminierung strafrechtlich verfolgt werden kann. Die- ser Entscheid bildete die Basis für die Normalisierung von Transsexualität bzw Geschlechtsumwandlung, weil sie Geschlechternormen als etwas Diskriminierendes definierte. Es ist mir schleierhaft, wie ein solches Urteil zusatnde kommen konnte. Es ist doch selbstverständlich, dass eine Firma / eine Gemeinschaft / ein Staat nur funktionieren kann, wenn gewisse Kommunikationsregeln eingehalten werden. Dazu gehören ge- wisse Verhaltensweisen – welche offenbar von Ann Hopkins nicht beachtet wurden. Dass dies vom Gericht nicht erkannt wurde, bedeutet doch eine unglaubliche Verabsolutierung der individuellen Freiheit und Missachtung der natürlichen Gesetze menschlichen Zusammenlebens!

2011 erliess das US Arbeitsamt eine neue Richtlinie, welche analog zum Zusatz von Title IX Diskriminierung aufgrund von Gender verbot. Darin wird „Gender Identität“ als das definiert, „was die tief empfundene psychologische Identität einer Person ausmacht – ungeachtet des Geschlechts, das bei der Geburt festgestellt wurde.“ Präsident Obama übernahm 2012 diese Richtlinie für alle Beamten des Staates.

2014 klagte ein Mädchen aus Virginia gegen ihre Schule – sie fühlte sich als Junge und wollte Zugang haben zu den Sportarten, Garderoben und Duschen/WCs der Jungs. Das Gericht stützte sich auf eine Weisung des nationalen Erziehungsdepartements, das eine Ausweitung des „Title IX“ auf Transgender ver- langte – und gab somit dem Antrag des Mädchens recht. Innert Tagen nach dem Gerichtsentscheid erliess das Erziehungsdepartement eine Weisung an alle Schulen der USA, dass nun „Transgender accommoda- tion“ (Rücksichtnahme auf Transgender-Schüler) gelte. Das bedeutet, dass wenn ein Mädchen sich neu als Junge definiert und umgekehrt, dann ist die Schule verpflichtet, sie mit dem gewünschten Namen und den entsprechenden Pronomen anzusprechen. Den Schulen wurde angedroht, falls sie sich der Richtlinie nicht fügten, würden ihnen staatliche Gelder gekürzt.

Das Manuskript weist verschiedentlich darauf hin, wie einflussreiche Medien, wie etwa das national Geo- graphic oder Time Magazine die öffentliche Meinung beeinflussen, indem sie die „neue Normalität“ als zwingend und selbstverständlich darstellen.

Die Trump Administration hat zwar im Februar 2017 die Weisung des Erziehungsdepartements abge- schwächt und den lokalen Behörden mehr Autonomie gegeben – aber sehr viele Schulen vertreten mitt- lerweile ohnehin die Transgender-Standards.

Nicht Teil des Manuskripts, aber in diesem Zusammenhang bemerkenswert ist, dass 2007 in den USA die erste Geschlechtsumwandlungsklinik (in Boston) gegründet wurde. 2014 waren es bereits 24, und 2015 40! – Ebenfalls bemerkenswert ist, dass der jahrzentelang führende Arzt auf dem Gebiet von Geschlechter- Identität, Dr. Kenneth Zucker, vom Staat Kanada seines Berufes enthoben und seine weitherum ge- schätzte Klinik in Toronto geschlossen wurde, weil er dafür hielt, dass Kindern mit einer Geschlechts- Dysphorie am besten geholfen sei, wenn man sie dabei unterstütze, ihre empfundene Identität ihrem biologi- schen Geschlecht anzugleichen. (Dazu der sehenswerte Film https://www.dailymotion.com/video/x58s24i)

Als Schweizer frage ich mich, wie es möglich ist, dass in einem demokratischen Staat aufgrund von adminis- trativen Weisungen eine solch totalitäre Entwicklung umgesetzt werden kann – und ob das wohl in der Schweiz auch möglich wäre?

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