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Ich lehne jede Form von Gewalt an Lesben und Schwulen ab. Ich bin allerdings auch dagegen, mit falschen Zahlen ein falsches Bild zu erzeugen, als sei Gewalt gegen Lesben uns Schwule vor allem eine Gewalt einer „homophoben“ Gesellschaft. Ich bin dagegen, dass sich Schwule und Lesben der Verantwortung entziehen, indem sie sich vor allem und immer wieder gerne zum Opfer der Gesellschaft machen. Gewalt innehalb lesbischer Beziehungen ist ein grosses Problem! Und nebenbei: Wir müssen das Bild zurechtrücken, dass Gewalt immer männlich ist.

Zwei Dinge fallen bei diesem Papier besonders auf:

a) die Fallzahlen werden verschleiert. Dieselbe Constance Ohm, die hier von gleichviel Gewalt in lesbischen wie in heterosexuellen Beziehungen spricht (2011), schreibt an anderen Orten, dass die Fallzahl bei Lesben deutlich höher ist („Lesben häufiger von Gewalt in der Partnerschaft betroffen als heterosexuelle Frauen“, 2013*)!

b) In dieser Broschüre kann man – aber auch in anderen Schriften von Ohm – nachlesen, wie aus Gewalt-Täterinnen Opfer werden (verinnerlichte Homophobie). „Es geschieht, dass diese Botschaften (angebliche allgemeine Homophobie der Gesellschaft) verinnerlicht und so Teil dessen werden, wie lesbische/bisexuelle Frauen sowie Trans- Menschen sich selbst sehen.“ (Broschüre, Seite 9)

 

*http://broken-rainbow.de/web/2013/02/hausliche-gewalt/opferschutz/lesben-haufiger-von-gewalt-in-der-partnerschaft-betroffen-als-heterosexuelle-frauen/

oder siehe Beitrag unten

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