Es geht um den Fall: Chapin et Charpentier c. France, Urteil Nr 40183/07, den die beiden Frauen bis vor den europäischen Gerichtshof gezogen haben. Natürlich wollten sie ein Exempel statuieren, Geschichte schreiben. Man war guter Hoffnung, diesen Fall – in unserer Zeit – gewinnen zu können. Das ging nicht ganz auf!

In grosser Einstimmigkeit beschlossen die Richter, dass die Ehe ausschliesslich Frau und Mann vorbehalten bleibt.

Ich hatte eigentlich schon die gebetsmühlenartige Medien-Industrie schreien hören: Diskriminierung, fehlende Gerechtigkeit, Homophobie, Ehe für alle… Der klassische Schreib-Reflex schwul-devoter Medien eben.

Weit gefehlt. Die ersten Artikel, über die ich gestolpert bin waren alles andere wie Mainstream-Gedöns.

Der Schwulen-Aktivist, David Berger, veröffentlicht einen Gastbeitrag von einem ebenfalls bekannten schwulen Schreiberling (Marcus Franz):

„Die Richter bewiesen mit ihrem Spruch, dass der Zeitgeist nicht immer recht haben muss, sondern dass sich am Ende das Recht, der Hausverstand und die grundsätzlich vernünftigen gesellschaftspolitischen Überlegungen durchsetzen.

Die Ehe zwischen Mann und Frau ist eine unikale Einrichtung, die ihrem Wesen nach eben nur Mann und Frau vorbehalten ist.

Alle Bestrebungen, die Ehe „für alle gleich“ zu machen, sind a priori falsch, da man Ungleiches auch durch noch so umfängliches Argumentieren nicht gleich machen kann. Das ändert nichts daran, dass es rechtlich abgesicherte offizielle Verbindungen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern geben kann und soll – aber eben keine Ehe.

Auch das hat der EGMR schon festgelegt. Das ewig wiederholte Argument, es würde durch den Vorbehalt der Ehe für Mann und Frau eine Diskriminierung stattfinden oder es würde bestimmten Personen gar ein Recht (das es prinzipiell ja nie gab) vorenthalten, wurde durch den EGMR nun für nichtig erklärt.

Zum Grundsätzlichen: Auch wenn sich vieles auf dieser Welt ähnlich ist, kann niemand das Ähnliche gleich machen.

Und auch wenn viele Unterschiede und Ungleichheiten herrschen, von denen einige zweifellos zu bekämpfen sind, kann trotzdem niemand vernünftig belegen, warum man immer und überall die Gleichheit anstreben sollte. Weder unter dem Signum des Rechts noch mit  linksideologisch unterlegten Hinweisen kann das gelingen.“

Marcus Franz schreibt als Zusammenfassung:

„a) Ich kenne ganz ganz wenige Schwule, denen die Ehe an und für sich wichtig ist. Die Homoehe-Aktivisten machen oft kein Geheimnis daraus, dass sie die Homoehe nur als Schritt zur Abschaffung der Ehe generell sehen.

b) Nur weil ich homosexuell bin, muss ich nicht irrational argumentieren und auch nicht alles unter dem Aspekt meiner Sexualität beurteilen. Erfahrungsgemäß kann ich sogar sagen: die regenbogenfarbenen Sonnenbrillen vernebeln den Blick auf die reale Welt extrem!“

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