„SPD-Politikerin Manuela Schwesig soll Familienministerin werden

Es war im Juli des vergangenen Jahres, als die Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Parteitag der bayerischen SPD in Amberg sagte: „Die Frauen sind nicht die Gebärmaschinen dieser Gesellschaft.“ Diese Ministerin heißt Manuela Schwesig – ausgerechnet sie soll im neuen Kabinett Familienministerin auf Bundesebene werden.

Gemeint war damals das angeblich „frauenfeindliche Betreuungsgeld“, also diese überaus karge staatliche Unterstützung für Familien, die ihre Kinder nicht schon kurz nach der Geburt in eine Krippe geben, sondern die ersten Worte und die ersten Schritte ihres Nachwuchses selbst miterleben wollen.

Zwei Drittel der Frauen wünschen sich mehr Zeit

Etwa 65 Prozent der Familien in Deutschland tun das, und man darf sicher davon ausgehen, dass es noch viel mehr wären, bräuchten nicht viele Familien in diesem Land dringend zusätzliches Einkommen, um trotz steigender finanzieller Belastungen durch Energiewende und andere Wohltaten, irgendwie den Kopf über Wasser zu halten. Als im Januar dieses Jahres der Familienbericht der Bundesregierung Erhebungen des Instituts für Demoskopie Allensbach zitierte, erwähnte man, dass ein Drittel der Frauen gern ihre Berufstätigkeit ausweiten wollen. Was man jedoch schamhaft verschwieg: Zwei Drittel der befragten Frauen sagten, dass sie gern ihre Arbeitszeit zugunsten der Familie reduzieren würden.

Die zukünftige Bundesministerin Manuela Schwesig steht für die weitere Verstaatlichung der Erziehung unserer Kinder, wie leider so viele Politiker(innen) aus allen Parteien in diesem Land. Sie handeln damit am Lebensalltag und am Willen der Mehrheit vorbei.

Steht die traditionelle Familie vor dem Aussterben?

Wir reden gern über die vielen bunten neuen Formen des Zusammenlebens in Deutschland. Fast könnte man meinen, die traditionelle Familie aus Vater, Mutter und Kindern sei kurz vor dem Aussterben. Die Realität ist ganz anders. Etwa 80 Prozent aller Kinder in Deutschland leben heute bei ihren verheirateten Eltern. Und jede Umfrage unter Heranwachsenden zeigt: auch die Generationen von Morgen wünschen sich kaum etwas mehr, als später eine eigene Familie mit Kindern zu haben. Obwohl viele Ehen scheitern, bleibt sie weiterhin das große Erfolgsmodell, das selbst 14- und 16-Jährigen als erstrebenswert für die eigene Zukunft gilt.

Und nun also Frau Schwesig als Familienministerin. „Das Betreuungsgeld ist eine Leistung, die Eltern erhalten, die ihre Kinder von Bildung fernhalten“, hat sie mal gesagt. Bildung! Für Kleinkinder, die sechs Monate oder ein Jahr alt sind.“

Autor: Klaus Kelle (54) ist Kolumnist und Medienunternehmer. Der gelernte Journalist hat in 30 Jahren Berufstätigkeit für Medienhäuser wie Axel Springer, Gruner & Jahr und den norwegischen Schibsted Konzern gearbeitet. Heute schreibt er politische Kolumnen und Kommentare für Zeitungen (Rheinische Post) und Web-Blogs. . Im Dezember 2013 erschien sein Buch „Politisch inkorrekt – Texte gegen den Strom“. Mehr Informationen zum Autor unter kellecom.de

aus: http://www.focus.de/politik/gastkolumnen/kelle/spd-frau-uebernimmt-familienressort-mit-ministerin-schwesig-wird-die-erziehung-unserer-kinder-weiter-verstaatlicht_id_3481921.html

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