Was hier in Frankreich passiert, müsste uns stutzig machen. Ein Gesetz für die 1,5% Schwulen wird eingführt. Menschen demonstieren deswegen. Einfach, weil sie genung von dieser Minderheitenpolitik haben. Und vielleicht auch, weil es nicht Staatsaufgabe ist, ein Gesetz für ein Gefühl – für die Liebe – zu machen.

Natürlich schreit die Schwulenbwegung „Schwulenhass“, „Homophobie“. Das tun sie ja schliesslich immer. Schade um diesen inflationären Gebrauch. Und eine Katastrophe für all die, die wirklich Hass zu spüren bekommen, die wirklich ausgegrenzt werden.

Gehen wir noch ein paar Jahre zurück. Hat nicht dieselbe Schwulenbewegung nach „Toleranz“ und „Respekt“ verlangt? Haben sie uns nicht vorgehalten, wie ihre Rechte mit Füssen getreten würde, wie sehr ihnen Unrecht getan werde?

Heute ist diese Bewegung an der „Macht“. Sie haben ihre Lobby hocheffinzient in Regierungen und Presse platziert. Eine Forderung nach der anderen wird erfüllt. Wenn nicht über das entsprechende Land, dann halt über die EU.

Wie heisst es: Den wahren Charakter erkennt man erst, wenn jemand Macht besitzt. Das dürfte nicht nur für Personen gelten, sondern auch für Bewegungen…

Lesen Sie von dieser Bewegung in Frankreich:
„Der Widerstand gegen die Einführung der Homo-Ehe in Frankreich bringt Tausende Katholiken auf die Straße. Dabei entwickeln sie neue Protestformen, die die Mächtigen verunsichern. Auf die friedlichen Versammlungen der »Veilleurs« reagiert die Polizei mit Gewalt. Von Denis Tillinac, Valeurs Actuelles.

Es ist leichter, betende Jugendliche festzunehmen, als solche, die in Vororten Schrecken verbreiten. In der Presse wird kaum von den Veilleurs gesprochen. Im Internet spricht man mehr von ihnen, aber ich bin kein High-Tech-Typ und weiß nicht, wie dieses moderne Zeug funktioniert.

Ich war auf der Durchreise in Paris und hatte von einer für den späten Abend geplanten Veillée auf dem Platz der Republik erfahren. Ich begebe mich also dorthin. Es sind ein paar Hundert, artig sitzend auf beiden Seiten der Statue. Zwei Gruppen also, eingezwängt von einer verblüffenden Menge mobiler Gendarmen, in einem Aufzug, als ginge es hier um einen ernstlich drohenden Umsturz oder gar um Revolution.

Ich treffe auf einen in der Bewegung aktiven Freund und setze mich neben ihn. Über einen Lautsprecher erklingt eine Stimme, die zur Höflichkeit gegenüber den Polizisten aufruft und dann einen Text von Camus vorliest, eine Passage aus dem Geheimnis der Jeanne d’Arc von Péguy, eine Predigt von Martin Luther King über zu respektierende, weil gerechte Gesetze, und solche, auf die das nicht zutrifft.

Die Stimme bricht ab, Hände bewegen sich anstelle von Applaus, und ein Gesang erhebt sich: L’Espérance (Die Hoffnung), sagt mir mein Freund, ein Pfadfinderlied. Die meisten Veilleurs sind jung; manche schwenken Gandhi-Porträts um ihren Pazifismus zu beweisen. Andächtige Stimmung, unter den ratlosen Augen der Gendarmen, die ohne Zweifel an kämpferischere Demonstrationen gewöhnt sind. Einer von ihnen, mit einer Trikolorenbanderole um der Brust und ausgerüstet mit eine, Megaphon, verkündet die erste Aufforderung (zum Verlassen des Platzes).

Er erweckt den Eindruck, er spiele eine burleske Rolle aus einer Komödie von Goldini, denn es fehlt ihm ein plausibler Feind in seinem Rollenspiel. Die Veilleurs beschädigen nichts und stören niemanden; sie hören sich Texte an, deren Autoren weder Aufrührer noch Hetzer waren und noch weniger »Ultras«. Péguy, Luther King … Was sie singen hat nichts Martialisches. Plötzlich tauchen circa 20 Polizeibusse auf. Die Gendarmen rücken enger zusammen, wir befinden uns im Sinne des Wortes unter ihren Stiefeln. Unerhörter Kontrast zwischen dieser Maßlosigkeit des Polizeieinsatzes und der Abwesenheit der geringsten Vermutung einer Randale. Die Gesänge beginnen von neuem, man greift sich unter die Arme, immer noch genauso besonnen. Zweite Aufforderung.

Auf der anderen Seite der Allee ist ein Abgesandter des Polizeipräfekten erschienen, um zu verhandeln. Anwälte stoßen hinzu und machen Fotos. Auf der Seite, wo ich mich befinde, beginnen die Gendarmen, die Veilleurs abzutransportieren. Unter ihnen mein Freund. Ich zögere. Am Ende gehe ich heim mit dem schlechten Gewissen eines Deserteurs.

Am nächsten Morgen um neun Uhr ruft mein Freund an. Die grüne Minna hat ihn und seine Leidensgenossen in einem Kommissariat abgeladen, wo sie von einem Regiment von Beamten der Kripo erwartet wurden. Identitätskontrolle, Durchsuchung: man hat sie bis vier Uhr morgens herumhängen lassen, um sie zu demütigen und einzuschüchtern, dann hat man sie laufen lassen. Der Vorwand für diesen albernen Polizeiwahn ist das Verbot von ungenehmigten Zusammenrottungen. Vor dem Justizpalast oder der Nationalversammlung stellen sich die Veilleurs in Zehnmeterabständen auf, um kein Motiv für eine Festnahme zu geben. Aber die Polizisten erhalten Befehle, sie so zu drängen, bis sie eine Gruppe bilden. Dann stellt man die Zusammenrottung fest und verlädt sie. Man könnte darüber lachen, wenn nicht in den Vorstädten zur gleichen Zeit ungezählte Gaunerbanden unbehelligt Terror verbreiten würden. Diese da, die Polizisten, die Richter und Politiker, haben Angst.

Außer der infantilen Fiebrigkeit der Machthaber verrät diese Maskerade ihre Arroganz und Geringschätzung. Die Veilleurs sind tendenziell gläubig, jedenfalls auf der Suche nach Spiritualität; das genügt, um sie in die Hölle der »Reaktionären« zu schicken, obwohl sie in keiner Weise politisiert sind. Allerdings sind sie voller Entschlossenheit und haben sich auf zahlreiche Städte verbreitet.

Die Machthaber irren sich, wenn sie auf Ermüdung setzen: Was sie im Unterbewusstsein unseres Landes geweckt haben, ist weder mittelmäßig noch harmlos und verspricht, nicht kurzlebig zu sein. Wenn ich zu Hollandes Trupp gehören würde, würde ich wenigstens versuchen zu verstehen. Das ist vielleicht zu viel erwartet. Indessen geht der Kampf weiter, und die Ehre fordert, dass wir ihn unterstützen, genauso wie die Vernunft.«“

aus: http://www.freiewelt.net/reportage/es-ist-leichter-betende-jugendliche-festzunehmen-als-solche-die-schrecken-verbreiten-10003349/

08. Juli 2013, 12:34

Views – 793