Ganzer Artikel als pdf-Datei zum downloaden: Herr Sibelius ist Mutter geworden

Aus dem Artikel:

„Manchmal sucht der Staat Ersatzeltern für bedürftige Kinder. Jetzt soll er be- dürftige „Eltern“ mit Kindern versorgen. Ein volles Adoptionsrecht „für“ gleichgeschlechtliche Paare wäre mehr als eine Erweiterung. Es würde das Vermittlungswesen auf den Kopf stellen.

 

Auf einmal steht das Wertungsverbot der Antidiskriminierung der Wertungs- pflicht der Adoptionsvermittlung gegenüber. Die eine Wertung ist verboten, die andere ist geboten. Homosexuelle dürfen nicht schlechter gestellt werden als
199
andere. Der Staat muß aber die besseren Eltern finden. Um den besseren Eltern den Zuschlag geben zu können, muß er schlechtere Eltern ablehnen dürfen. Der Fall wird nicht lange auf sich warten lassen, daß die abgelehnten Bewerber ho- mosexuell sind. Die schlechtere Wahl sind sie vielleicht gar nicht wegen ihrer Homosexualität. Künftig aber dürfte sie der Staat, weil sie homosexuell sind, nicht mehr ablehnen. Wertungsverbot schlägt Wertungsgebot. Das Diskriminie- rungsverbot schlägt das Gebot der Qualitätssicherung. Das Wertungsverbot kann nur als Benachteiligungsverbot realisiert werden. Homosexualität plus Benach- teiligungsverbot macht den homosexuellen Bewerber dem nicht homosexuellen Bewerber überlegen. Homosexualität „sticht“.“

 

Views – 780